Teheran (AP) Die internationale Initiative zur Anreicherung iranischen Urans im Ausland stößt in Teheran auf starken Widerstand. Führende Abgeordnete wiesen den von den UN unterstützten Vorschlag am Wochenende vehement zurück und machen damit Druck auf die Regierung, den Plan abzulehnen. Diesen Artikel weiter lesen
Teheran werde sein niedrig angereichertes Uran nicht im Ausland weiterverarbeiten lassen, sagte der konservative Abgeordnete Alaeddin Borudscherdi am Samstag laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur ISNA. Es komme nicht in Frage, dass ein Teil des Urans «auf die andere Seite» gegeben werde.
Der Abgeordnete Hossein Nakvi Hosseini schloss eine Annahme des internationalen Vorschlags mit den Worten aus, die Initiatoren seien nicht vertrauenswürdig, weil sie ihre Verpflichtungen gegenüber dem Iran in der Vergangenheit nicht eingehalten hätten. Auch der Parlamentarier Ali Aghasadeh wurde von ISNA mit ablehnenden Worten zitiert. Eine Abgabe von Uran gegen den Erhalt von Brennstoff stehe nicht zur Debatte, sagte er.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat vorgeschlagen, dass der Iran etwa 70 Prozent seines Uranvorrats, rund 1.100 Kilogramm, zur Weiterverarbeitung nach Russland liefert, um Brennstäbe für seine Atomkraftwerke zu erhalten. Mit dem Rest könnte keine Atombombe herstellt werden.
Teheran hat bislang angedeutet, möglicherweise einen Teil des Urans ins Ausland zu bringen. Die Regierung in Teheran prüft noch den internationalen Vorschlag.
Borudscherdi forderte unterdessen Russland mit Nachdruck auf, die zugesagte Lieferung eines Raketensystems einzuhalten. Sonst käme es zu negativen Folgen in den Beziehungen, zitierte das staatliche Fernsehen den Vorsitzenden des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik im Parlament.
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