Peshawar (AP) Ein Selbstmordattentäter hat auf einem belebten Markt im Nordwesten Pakistans am Sonntag mindestens zwölf Menschen mit in den Tod gerissen. Der Anschlag richtete sich nach Polizeiangaben offenbar gegen den Bürgermeister der Stadt Adazai, der eine Miliz im Kampf gegen die Taliban gegründet hatte. Unter den Todesopfern war ein kleines Mädchen, rund 25 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Ein Anrufer bekannte sich im Namen der Taliban zu der Bluttat. Diesen Artikel weiter lesen
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Bürgermeister Abdul Malik hatte die Islamisten früher unterstützt, dann aber die Seiten gewechselt. Seitdem wurden mehrere Anschläge auf ihn verübt, wie ein Polizeisprecher im 16 Kilometer entfernten Peshawar erklärte. Ein Anrufer, der sich als Taliban-Kommandeur ausgab, sagte telefonisch, der Bürgermeister sei wegen seines Engagements gegen die Extremisten getötet worden. Der Anschlag sei von Taliban-Kämpfern ausgeführt worden, sagte der Mann, der nur seinen Vornamen - Omar - nannte.
Aus Rache wegen der Militäroffensive in Süd-Waziristan im Grenzgebiet zu Afghanistan haben die Taliban in den vergangenen Wochen zahlreiche Anschläge verübt, denen bereits mehr als 300 Menschen zum Opfer gefallen sind. Bei Gefechten am Sonntag wurden nach Militärangaben 20 Aufständische getötet. Die Kämpfe haben rund 350.000 Menschen in die Flucht getrieben.
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