Berlin (AP) In der FDP-Führung wächst die Kritik am geplanten Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in eine Kindertagesstätte geben. In einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift «Super Illu» lehnte auch die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper den Zuschuss von 150 Euro ab, der von 2013 an gezahlt werden soll. Diesen Artikel weiter lesen
«Das Betreuungsgeld wäre ein bildungspolitischer Rückschritt», sagte Pieper. Es sei nicht gesichert, dass das Geld auch wirklich bei den Kindern ankomme. «Von sozial schwachen Familien wird das Betreuungsgeld als Anreiz gesehen, Kinder nicht in Krippen und Kindergärten zu geben. Es dient ihrem Konsum», warnte die neue Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Pieper bekräftigte daher die Forderung der FDP, den Eltern Bildungsgutscheine zu geben, die sie in entsprechenden Einrichtungen einlösen könnten.
Das Betreuungsgeld war auf Drängen der CSU im schwarz-gelben Koalitionsvertrag festgelegt worden. Das Geld soll in der Regel bar ausgezahlt werden, an arme Familien eventuell auch in Form von Gutscheinen, damit die Leistung tatsächlich auch bei den Kindern ankommt. Verschiedene FDP-Politiker haben deswegen bereits Kritik geäußert. Aber auch in der CDU ist das Vorhaben nicht unumstritten.
© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved




Berlin (dpa) - Nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist die Finanzkrise mit ihren globalen Auswirkungen noch keinesfalls überstanden.
Flusspferde töten Krokodil