Frankfurt/Main (AP) Der frühere Continental-Chef Manfred Wennemer hat den Beirat der Opel-Treuhand unter Protest verlassen. «Ich habe in einem Brief an Wirtschaftsminister Brüderle am Samstag meinen Rücktritt erklärt», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Der wirtschaftliche Sachverstand spiele in der Treuhand keine Rolle mehr. «Das wird nun ein rein politisches Gremium», wurde Wennemer zitiert. Dazu könne er keinen Beitrag leisten. Diesen Artikel weiter lesen
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Wennemer saß für den Bund in der Treuhand, die für die Opel-Sanierung eine Schlüsselrolle spielte. Er stimmte aber zur Verärgerung der Regierung nicht für den Verkauf der Mehrheitsanteile von Opel an ein Konsortium aus dem Zulieferer Magna International und der russischen Sberbank. Wennemer hielt einen Umbau von Opel für nötig, damit das Rüsselsheimer Unternehmen nicht in ein paar Jahren pleite ist. Der Opel-Verkauf scheiterte schließlich doch noch am Widerstand des Verwaltungsrates des Mutterkonzernes General Motors.
Auch Pfeil verlässt Treuhand
Am Freitag war bereits der Vertreter der Bundesländer in der Opel-Treuhand, Dirk Pfeil, abberufen worden. Nachfolger wird der NRW-Wirtschaftsstaatssekretär Jens Baganz (CDU). Wennemer sagte der «Welt am Sonntag», dadurch, dass Pfeil durch einen Politiker ersetzt worden sei, sei das Gremium «politisiert worden». Dies widerspreche seiner Überzeugung: «Das hat für mich den Ausschlag gegeben.» Auch Pfeil hatte in der Treuhand dem Opel-Verkauf seine Stimme verweigert und damit die Bundesländer brüskiert, für die er in dem Gremium saß.
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