Wiesbaden (AP) Der Wasseraustritt nach einer missglückten Erdwärmebohrung in Wiesbaden ist auch im zweiten Anlauf nicht gestoppt worden. «Ein weiterer Versuch, das Bohrloch mit Schwerbeton zu verschließen, ist heute morgen fehlgeschlagen», sagte Stadtsprecher Siggi Schneider am Samstag der AP. Die Strömung aus dem Loch sei so stark, dass der Beton wieder nach oben gespült worden sei. Es trete weiter Wasser aus. Diesen Artikel weiter lesen
In der Nacht zum Freitag hatte eine Panne bei einer Erdwärmebohrung auf dem Gelände des hessischen Finanzministeriums in der Wiesbadener Innenstadt für eine Überflutung gesorgt. Ein Bohrtrupp stieß in rund 130 Metern Tiefe überraschend auf eine Wasserblase. Daraufhin schoss eine bis zu sieben Meter hohe Fontäne aus der Erde. Zeitweise traten bis zum 6.000 Liter Wasser pro Minute aus.
Feuerwehrleute versuchten am Freitag fieberhaft, das Bohrloch zu verschließen: Zwar wurde das Loch mit mehr als 40 Kubikmeter Beton verfüllt. Anschließend kam das Wasser jedoch an drei neuen Stellen wieder an die Oberfläche. Am Samstag versuchten die Experten nun, das Bohrloch an einer noch tieferen Stelle zu verschließen - zunächst vergeblich.
Die Erdwärmebohrung stand in Zusammenhang mit einem geplanten Anbau für das hessische Finanzministerium. Wiesbaden verfügt über insgesamt 27 heiße und ungezählte kalte Quellen.
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