Washington (AP) Die US-Demokraten haben in der Nacht zum Samstag offenbar einen monatelangen internen Streit über die von Präsident Barack Obama angestrebte Gesundheitsreform beigelegt. Mit Zugeständnissen an Abtreibungsgegner in den eigenen Reihen sei nun im Repräsentantenhaus eine Mehrheit gegen die das Projekt geschlossen ablehnenden Republikaner möglich, sagte Mehrheitsführer Steny Hoyer. «Wir sind ziemlich dicht dran», sagte er. Diesen Artikel weiter lesen
Für Samstag war eine Abstimmung geplant und Obama wollte davor noch einmal persönlich am Vormittag auf dem Kapitol dafür werben, sein wichtigstes innenpolitisches Thema voranzubringen. Hoyer sagte, es sei möglich, dass die Abstimmung verschoben werde. Daran sei dann aber die Verzögerungstaktik der Opposition schuld.
Abtreibungsgegner in der demokratischen Fraktion haben praktisch seit Monaten die Reform blockiert, weil sie nicht wollen, das Versicherungen für Schwangerschaftsabbrüche zahlen müssen. In dem in der Nacht erreichten Kompromiss soll die gesetzliche Krankenversicherung nun nur nach einer Vergewaltigung, Inzest oder bei Gefahr für das Leben der Mutter zahlen, sagte Abtreibungsgegner Bart Stupak. Obamas Gesundheitsreform soll Millionen von Amerikanern eine Krankenversicherung bringen, die derzeit ohne Versicherungsschutz sind.
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