Berlin (AP) Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat die schwarz-gelben Überlegungen für ein Betreuungsgeld als «noch nicht rund» bezeichnet. Die neue Leistung dürfe nicht dazu führen, «dass solche Kinder von Bildungschancen ausgesperrt werden, die am meisten durch Kitas und Tagesmütter profitieren», sagte die CDU-Politikerin dem Berliner «Tagesspiegel am Sonntag». Diesen Artikel weiter lesen
Manche Kinder seien dringend auf die Gemeinschaft in der Kita angewiesen, um mit Gleichaltrigen die Welt zu entdecken und unkompliziert die Sprache zu lernen. Zur Frage nach dem Einsatz von Gutscheinen sagte von der Leyen: «Ich möchte jedenfalls nicht erleben, dass Erziehungskontrollen stattfinden, deren Ergebnis dann darüber entscheidet, wer einen Gutschein bekommt und wer Geld.»
Union und FDP haben im Koalitionsvertrag festgelegt, dass Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in eine Kindertagesstätte schicken, von 2013 an ein Betreuungsgeld in Höhe von 150 Euro pro Monat erhalten sollen. Damit hat sich die CSU durchgesetzt. Das Geld soll in der Regel bar ausgezahlt werden, an arme Familien eventuell auch in Form von Gutscheinen, damit die Leistung tatsächlich auch bei den Kindern ankommt.
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