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Zwölf Tote bei Schießerei im größten US-Militärstützpunkt

Fort Hood/USA (AP) Ein Blutbad auf ihrem größten Militärstützpunkt hat die USA erschüttert: Ein Amokläufer erschoss im texanischen Fort Hood zwölf Menschen und verletzte 31 weitere, bevor er gestoppt werden konnte. Zunächst hatte es offiziell geheißen, der mutmaßliche Täter sei getötet worden. Der Kommandeur des in Fort Hood stationierten III. Corps, Generalleutnant Bob Cone, teilte aber später mit, der mutmaßliche Täter sei angeschossen worden und werde im Krankenhaus des Stützpunktes behandelt. Sein Zustand sei stabil. Diesen Artikel weiter lesen

Cone äußerte sich nur in einem Satz dazu, wie es zu der falschen Angabe über den Tod des Angreifers habe kommen können: Im Krankenhaus habe Konfusion geherrscht.

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 39 Jahre alten Major, der als Psychologe bei der medizinischen Betreuung heimkehrender oder vor einem Einsatz stehender Soldaten gearbeitet hatte, teilten Militärkreise der Nachrichtenagentur AP mit.

US-Präsident Barack Obama sprach von einem «entsetzlichen Ausbruch der Gewalt», dessen Hintergründe rückhaltlos aufgeklärt würden. «Wir werden sicherstellen, dass jede einzelne Frage zu diesem schrecklichen Zwischenfall beantwortet wird», sagte Obama.

Wenige Stunden nach dem Amoklauf verdichteten sich die Hinweise, dass es sich um die Tat eines Einzelnen gehandelt hat: Die Pressestelle des texanischen Kongressabgeordneten John Carter teilte mit, zwei nach der Tat festgenommene Soldaten seien wieder freigelassen worden. Fort Hood liegt im Wahlkreis des Republikaners. Ein Sprecher des Stützpunkts, Christopher Haug, bestätigte die Freilassung. Es sei aber eine dritte Person in Gewahrsam, fügte er hinzu. Unklar war zunächst, ob er damit den mutmaßlichen Schützen meinte.

Auch das Motiv des mutmaßlichen Täters blieb unklar: Er habe eine schlechte Bewertung für seine Zeit im Militärkrankenhaus Walter Reed erhalten, von wo er nach sechs Jahren Dienst im Juli nach Fort Hood versetzt worden sei, verlautete aus den Militärkreisen. US-Senatorin Kay Bailey Hutchison sagte, der Major habe vor einer Versetzung ins Ausland gestanden. Sie wisse aber nicht, ob er nach Afghanistan oder Irak sollte.

Ein Kollege des mutmaßlichen Täters, der pensionierte Oberstleutnant Terry Lee, sagte im Fernsehsender Fox, Hasan habe gehofft, dass Obama die Truppen aus Afghanistan und dem Irak zurückholt. Er habe sich oft mit Kameraden gestritten, die für die Einsätze gewesen seien. Gegen eine Versetzung nach dort habe er gekämpft.

Fragen wegen arabischen Namens des Täters

Auch der Name des mutmaßlichen Täters warf bei den Ermittlern Fragen auf. Sie suchten zu klären, ob Nidal Malik Hasan sein Geburtsname war oder ob er den Namen später angenommen habe. Sie interessierte auch die Frage, ob Hasan zum Islam konvertiert sei.

Generalleutnant Bob Cone sagte auf einer Pressekonferenz in dem Stützpunkt, der Täter habe zwei Handfeuerwaffen benutzt. Zum Zeitpunkt des Massakers habe eine Zeremonie für Absolventen einer Ausbildung im Auditorium des Readiness Centers stattgefunden, sagte Heeressprecherin Rebekah Lampman. Cone sprach von einer «schrecklichen Tragödie».

Das Massaker in dem texanischen Stützpunkt setzt eine Serie ähnlicher Schießereien mit vielen Toten allein seit 2007 fort. Im vergangenen März bei einem Amoklauf in Alabama zehn Menschen getötet, im April bei einer Schießerei in einem New Yorker Einwandererzentrum 13 und beim größten Blutbad in der jüngeren US-Geschichte 32 Menschen in der Universität Virginia Tech im April 2007.

Mit eine Fläche von 880 Quadratkilometern ist Fort Hood in Texas der größte Stützpunkt der US-Streitkräfte in den USA. In der Garnison zwischen Austin und Waco sind 52.000 Soldaten stationiert.

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