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Verdächtiger gesteht Mordanschlag auf Moskauer Menschenrechtsanwalt

Moskau (AP) Zehn Monate nach dem Mordanschlag auf einen Moskauer Menschenrechtsanwalt und eine regierungskritische Journalistin hat ein Verdächtiger die Tat gestanden. Der Mann habe persönliche Motive für die Schüsse auf Stanislaw Markelow und Anastasia Baburowa gehabt, sagte sein Anwalt Jewgeni Skripelew am Freitag im Rundfunksender Echo Moskwi. Sein Mandant und eine verdächtige Frau waren am Donnerstag verhaftet worden. Diesen Artikel weiter lesen

Über Verbindungen des Verdächtigen zu einer nationalistischen Organisation sei ihm nichts bekannt, sagte der Anwalt. Die Tat habe keinen ideologischen Hintergrund. Die Journalistin habe sein Mandant nicht töten wollen und er bedaure ihren Tod.

Markelow und Baburowa wurden am 19. Januar auf einer Straße in der Moskauer Innenstadt erschossen worden, nachdem sie an einer Pressekonferenz teilgenommen hatten. Markelow hatte unter anderem die ermordete regierungskritische Journalistin Anna Politkowskaja vertreten und wollte gegen die vorzeitige Freilassung eines Oberst vorgehen, der wegen Mordes an einer Tschetschenin in Haft saß. Baburowa war eine freie Mitarbeiterin der Zeitung «Nowaja Gaseta», für die auch Politkowskaja gearbeitet hatte.

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