Tegucigalpa (AP) Das honduranische Übergangskabinett ist am Donnerstagabend zurückgetreten. Damit wurde der Weg zur Bildung einer Regierung mit Vertrauten sowohl des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya als auch seines vom Kongress ernannten Nachfolgers Roberto Micheletti freigemacht. Diesen Artikel weiter lesen
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In einem von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) vermittelten Abkommen war die Bildung dieser Regierung allerdings bereits bis Donnerstag vereinbart worden. Ein Vertrauter Michelettis, Arturo Corrales, sagte, man prüfe noch Personalvorschläge. Ein Vertreter Zelayas, Jorge Reina, sagte, es habe positive Schritte gegeben. Der Putsch, mit dem Zelaya am 28. Juni ins Exil gezwungen wurde, müsse aber schnellstens rückgängig gemacht werden.
Zelaya hält sich in der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa auf, seitdem er am 21. September heimlich nach Honduras zurückkehrte. Vor dem Kongress versammelten sich am Donnerstag mehrere hundert seiner Anhänger und forderten seine Wiedereinsetzung.
Die internationale Gemeinschaft hat damit gedroht, dass sie das Ergebnis der für den 29. November angesetzten Präsidentschaftswahl nicht anerkennen will, falls Zelaya bis dahin nicht wieder eingesetzt ist, um die verbleibenden drei Monate seiner Amtszeit zu erfüllen.
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