Berlin (AP) Die Bundesregierung und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sehen die erste bundesweite Studienplatzbörse im Internet im Rückblick als Erfolg. Das Vergabeverfahren sei deutlich einfacher und effizienter geworden, sagte Bildungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin. HRK-Präsidentin Margret Wintermantel verwies auf eine Umfrage, wonach bei den Hochschulen die Platzkapazitäten viel besser ausgeschöpft wurden. Die Mehrzahl der Hochschulen konnte demnach freie Studienplätze restlos vergeben, die übrigen meldeten eine wesentlich bessere Auslastung. Diesen Artikel weiter lesen
Die neue Studienplatzbörse verhindert zwar nicht das Problem der Mehrfachbewerbungen. «Sie hilft aber dabei, den Nachrück-Prozess schneller und effektiver zu organisieren», sagte Wintermantel.
Zweck der Börse ist es, die Studienzulassung so lange zu verbessern, bis zum Wintersemester 2011/2012 ein völlig neues Verfahren zur Verfügung stehen soll. Kernstück soll ein Internet-Portal sein, das die bundesweite Koordinierung der Studienwünsche der Bewerber übernimmt.
Die Studienplatzbörse war am 1. September eröffnet worden. Insgesamt besuchten mehr als 460.000 Nutzer die Website. Es waren zwischenzeitlich bis zu 2.000 Studiengänge im Angebot. Besonders stark war die Nachfrage in der ersten Septemberhälfte mit täglich bis zu 18.000 Besuchen. Eine Neuauflage der Studienplatzbörse ist für das nächste Sommersemester geplant.
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