Suche

Schlarmann fordert mehr wirtschaftspolitisches Profil der Union

Berlin (AP) Die Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU hat von ihrer Partei Konsequenzen aus dem Wahlergebnis vom 27. September gefordert. Die Partei müsse ein klares wirtschaftspolitisches Profil entwickeln, anders seien die rund eine Million zur FDP abgewanderten Wähler nicht zurückzugewinnen, sagte der MIT-Vorsitzende Josef Schlarmann am Donnerstag in Berlin. Das Wahlergebnis von unter 34 Prozent für die Union sei ein «Gegentor» in der gewonnenen Bundestagswahl. «Wir fallen nicht so schnell wie die SPD», aber die Union sei auch nicht auf der Siegerstraße. Diesen Artikel weiter lesen

Seit 2002 hätten CDU/CSU 3,8 Millionen Wähler verloren, sagte Schlarmann. Am 27. September seien eine Million zur FDP gegangen, und eine Million hätten nicht gewählt. Bundeskanzlerin Merkel sollte am Mittag auf der zweitägigen Veranstaltung der Mittelstandsvereinigung sprechen. Schlarmann stellt sich zur Wiederwahl als Vorsitzender der MIT.

Auch viele Mitglieder der MIT hätten die FDP gewählt, sagte Schlarmann vor Journalisten. Mit Blick auf die schwarz-gelbe Koalition, sagte er, es dürfe sich nicht die Arbeitsteilung verfestigen, dass die FDP für die Wirtschaftspolitik und die Union für die soziale Gerechtigkeit zuständig sei. Dann sei die Union «in Gefahr, ihren Charakter als Volkspartei zu verlieren».

Auf ihrem Kongress fordert die MIT eine Rückbesinnung auf das ordnungspolitische Leitbild von Ludwig Erhardt. Als Fehler kritisiert sie die bisherige Politik der Bundesregierung gegenüber Opel. Der Staat könne sich nur «eine blutige Nase holen», wenn er versuche, in Unternehmen hineinzuregieren, sagte Schlarmann.

© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved

Copyright ©2009 Yahoo!, Alle Rechte vorbehalten.

Hinweis: Auf dieser Seite sammeln wir persönliche Informationen. Für weitere Details lesen Sie bitte unsere Hinweise zum Datenschutz: Datenschutzrichtlinien