Stuttgart (AP) Das Vorhaben von Daimler, den Mitarbeiter-Bonus in Aktien zu tauschen und die Belegschaft so mit rund einem Prozent an dem Stuttgarter Autokonzern zu beteiligen, steht kurz vor dem Aus. Das berichtete die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Samstagsausgabe) in einer Vorabmeldung. «Es gibt nicht mehr viel Hoffnung», zitierte das Blatt eine Sprecherin des Betriebsrats. Diesen Artikel weiter lesen
Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Freitag den «FAZ»-Bericht. «Es zeichnet sich ab, dass es schwierig ist, ein attraktives Mitarbeiterkapitalbeteiligungsmodell in der angedachten Form zu verabschieden», sagte sie auf AP-Anfrage in Stuttgart. Es gebe aber noch keine endgültige Entscheidung. Eine abschließende Sitzung der Arbeitsgruppe solle noch in diesem Jahr stattfinden.
Im Frühjahr hatte Daimler den Bonus von 1.900 Euro je Mitarbeiter einbehalten, um die eigene Liquidität zu schonen. In einer Arbeitsgruppe mit dem Betriebsrat wurde seither darüber verhandelt, wie die insgesamt 280 Millionen Euro in eine Mitarbeiterbeteiligung umgewandelt werden können. Alle Modelle scheitern dem Bericht zufolge aber an der steuerlichen Belastung. Demnach müssten Arbeitnehmer wie Arbeitgeber für den Betrag Steuern und Sozialabgaben zahlen, auch dann, wenn das Geld nicht dem Mitarbeiter zufließt, sondern im Unternehmen bleibt.
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