Essen (AP) Die Verhandlungen über einen Sanierungsbeitrag der 30.000 Karstadt-Beschäftigten sind wenige Tage vor dem Start der Arcandor-Gläubigerversammlungen in die letzte Runde gegangen. Betriebsräte und Gewerkschaft setzten ihre Gespräche am Freitag mit der Unternehmensleitung fort, wie ein ver.di-Sprecher auf AP-Nachfrage erklärte. Mit einer Einigung wird am (morgigen) Samstag gerechnet. Diesen Artikel weiter lesen
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«Wir sind zuversichtlich, dass wir das hinbekommen,» betonte der Sprecher. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg verlangt von den Angestellten Zugeständnisse von insgesamt 150 Millionen Euro über drei Jahre verteilt.
In welcher Form der Sanierungsbeitrag erbracht werden soll, ist Gegenstand der Verhandlungen. Einem Eingriff in die monatlichen Löhne und Gehälter will die Gewerkschaft keinesfalls zustimmen. Denkbar seien aber Kürzungen beim Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, Mehrarbeit oder Einschnitte bei übertariflichen Bestandteilen.
Am Dienstag will Insolvenzverwalter Görg auf der Gläubigerversammlung in Essen einen Sanierungsplan für Karstadt vorlegen und damit die Weichen für den Einstieg eines möglichen Investors stellen.
19 von 126 von Waren- und Sporthäusers auf der Prüfliste
Seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens für den Mutterkonzern Arcandor stehen 19 der 126 Karstadt-Waren- und Sporthäuser zur Disposition - pro Filiale sind durchschnittlich zwischen 120 bis 250 Mitarbeiter beschäftigt. Interesse an einer Übernahme von Karstadt-Filialen hatte in den vergangenen Monaten immer wieder der Handelskonzern Metro bekundet.
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