Leipzig (AP) Die neue EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat die Kirchensteuer gerechtfertigt. «Die Kirchensteuer in ihrer jetzigen Form ist ein faires System und ein wichtiges Standbein. Es stattet uns als Evangelische Kirche in Deutschland mit soliden Mitteln aus, um die uns manche Kirche in Europa und der Welt beneidet», sagte Käßmann der «Leipziger Volkszeitung». Diesen Artikel weiter lesen
Daneben seien aber Formen wie Sponsoring, Fundraising oder Stiftungen «wichtige Spielbeine, die zunehmend an Bedeutung gewinnen und die wir weiterentwickeln müssen». Auch das Kirchgeld, was in einigen Landeskirchen erhoben wird, sei eine nicht verzichtbare Einnahmemöglichkeit. «Es kommt aber hier darauf an, ob diese Form eine Tradition hat. Wenn man dies neu einführen will, dann kann es sehr schwierig werden», sagte sie.
Es gebe jedoch keine Alternative zur Suche nach zusätzlichen Einnahmen. «Wir müssen sehen, dass nur 20 Prozent unserer Mitglieder mit ihrer Kirchensteuer die Finanzkraft tragen. Die anderen 80 Prozent, Kinder und Rentner, für die wir gern sorgen, können dagegen keine Kirchensteuer zahlen. Deshalb appelliere ich auch immer an die Solidarität aller, sich nach seinen persönlichen Möglichkeiten einzubringen.»
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