Hamburg (AP) Nach Berichten des Norddeutschen Rundfunks über Bluttests im Einstellungsverfahren bei Daimler hat der Sender nun eine ähnliche Praxis im eignen Haus eingeräumt. «Im Rahmen der Eignungsuntersuchung wird auch ein Bluttest gemacht», teilte der Sender auf Anfrage am Donnerstag mit. Dies geschehe aber bei erst, nachdem sich der NDR für einen Bewerber entschieden habe. Diesen Artikel weiter lesen
Der Bluttest könne Anhaltspunkte dafür geben, «ob ein einzustellender Mitarbeiter die vorgesehene Wochenarbeitszeit wird bewältigen können», hieß es weiter. Bei dieser Untersuchung werde festgestellt, ob eine Person gesundheitlich für die vorgesehene Tätigkeit geeignet sei. «Die Untersuchungsergebnisse dienen also nicht als Auswahlkriterium zu einem Zeitpunkt, zu dem noch mehrere Kandidaten 'im Rennen' sind», erklärte der NDR.
Der Sender hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass bei Daimler Interessenten für neue Stellen schon während des Bewerbungsverfahrens Blutproben abgeben müssten. Dem Sender berief sich auf Unterlagen, nach denen Bewerbern Blut abgenommen wurde, obwohl eine Arbeitsstelle noch nicht zugesagt war.
Der Autobauer hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, im Rahmen von Bewerbungsverfahren gebe es weder Bluttests noch Gesundheitstests. Werksärztliche Untersuchungen fänden erst im Zuge des konkreten Einstellprozesses statt, den jeder Bewerber vor oder nach einer endgültigen Zusage durchlaufe. Teil dieser werksärztlichen Untersuchung sei auch eine Blutuntersuchung.
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