Washington (AP) Bei einer Konferenz mit indianischen Stammesführern in Washington hat US-Präsident Barack Obama eine größere Beachtung der Belange von amerikanischen Ureinwohnern versprochen. Es zeuge von einem «außergewöhnlichen Sprung des Vertrauens», dass die Indianerhäuptlinge überhaupt in die US-Hauptstadt gekommen seien, sagte Obama am Donnerstag zum Auftakt des Treffens im Innenministerium. Immerhin hätten US-Regierungen wiederholt Abkommen mit den Indianern gebrochen. Es war die erste Konferenz dieser Art seit 1994. Diesen Artikel weiter lesen
«Ihre Belange werden nicht vergessen, solange ich im Weißen Haus bin», erklärte Obama. Er verwies auf die extreme Armut und die hohe Arbeitslosenquote von 80 Prozent unter den Ureinwohnern. Er sei entschlossen dieses Problem anzugehen - wie er überhaupt allen US-Bürgern helfen wolle, die von der Rezession besonders stark betroffen seien, betonte der Präsident. Im Wahlkampf hatte er versprochen, eng mit Repräsentanten aus den Indianer-Reservaten zusammenzuarbeiten, sie regelmäßig zu konsultieren und zudem einen Ureinwohner zum ranghohen Berater für die Angelegenheiten dieser Bevölkerungsgruppe zu ernennen.
All dies hat Obama eingehalten. Den hochrangigen Beraterposten erhielt Kimberly Teehee vom Stamm der Cherokee. Ferner wurde Yevette Roubideaux vom Stamm der Sioux als erste Indianerin mit der Leitung der Stabsstelle im Gesundheitsministerium betraut, die speziell für die Gesundheit der Ureinwohner zuständig ist.
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