Berlin (AP) Arbeitnehmer sind im vergangenen Jahr länger wegen Krankheit zu Hause geblieben. Das geht aus dem «Fehlzeiten-Report 2009» hervor, den die AOK am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. Demnach waren die bundesweit 9,7 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmer 2008 im Durchschnitt 17 Tage krankgeschrieben. Im Jahr zuvor lag der Schnitt mit 16,3 Tagen leicht darunter. Diesen Artikel weiter lesen
Neben einem Anstieg von Atemwegserkrankungen seien die seit Jahren steigenden Fälle psychischer Erkrankungen für die Zunahme der Fehlzeiten verantwortlich. Seit 1995 sei die Zahl der von psychischen Erkrankungen verursachten Krankmeldungen um 80 Prozent gestiegen. Besonders stark betroffen seien Frauen und Mitarbeiter von öffentlichen Verwaltungen sowie im Dienstleistungsbereich.
Nach Angaben der AOK sind im vergangenen Jahr mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmer im vergangenen Jahr krank zur Arbeit. Knapp 30 Prozent seien sogar gegen den Rat des Arztes weiterhin arbeiten gegangen. Als Grund für unterlassene Krankmeldungen gaben 30 Prozent an, die Arbeit würde sonst liegenbleiben. Knapp 20 Prozent hätten Angst gehabt, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.
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