Washington (AP) Das US-Repräsentantenhaus hat den UN-Bericht zur israelischen Offensive im Gazastreifen als unausgewogen kritisiert. Der Bericht, der sowohl den israelischen Streitkräften als auch palästinensischen Extremisten Kriegsverbrechen vorwirft, sei es nicht wert, weiter erörtert zu werden, hieß es in einer Resolution, die die Abgeordneten am Dienstag mit 344 zu 36 Stimmen verabschiedeten. Sie forderten US-Präsident Barack Obama und Außenministerin Hillary Clinton auf, sich eindeutig jeglicher Billigung des Berichts zu widersetzen. Diesen Artikel weiter lesen
Der Fraktionschef der Demokraten, Steny Hoyer, nannte das Dokument «unfair, unausgewogen und fehlerhaft» im Hinblick auf die Beurteilung des israelischen Militäreinsatzes Anfang des Jahres. Dem Goldstone-Bericht zufolge wandte Israel während der Offensive im Gazastreifen unverhältnismäßige Gewalt an. Es seien willkürlich Zivilpersonen angegriffen und zivile Infrastruktur zerstört worden. Bewaffneten palästinensischen Gruppen und der Hamas wird vorgeworfen, vorsätzlich israelische Zivilpersonen angegriffen und Raketen auf südisraelische Grenzorte abgefeuert zu haben.
Während der Kämpfe vom 27. Dezember bis 18. Januar wurden 13 Israelis und rund 1.400 Palästinenser getötet, darunter mehrere hundert Zivilpersonen. Die UN-Vollversammlung will am (heutigen) Mittwoch über den Goldstone-Bericht beraten.
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