Athen/Stockholm (AP) UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor einer zunehmenden Flüchtlingswelle infolge des Klimawandels gewarnt. Die globale Erwärmung mit längeren Dürren, verheerenden Stürmen und Waldbränden als Folge werde die Menschen in Entwicklungsländern zur Umsiedlung zwingen, erklärte Ban am Mittwoch in Athen. Bislang seien diese Entwicklungen auf einzelne Länder beschränkt, «das könnte sich aber sehr gut ändern». Die Klimakonferenz in Kopenhagen müsse sich daher um das ehrgeizigste Abkommen bemühen, das möglich sei. Diesen Artikel weiter lesen
Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt schraubte die Erwartungen an die Konferenz im Dezember unterdessen zurück. Es sei nicht möglich, in Kopenhagen ein verbindliches Abkommen zu vereinbaren, sagte Reinfeldt am Mittwoch im schwedischen Rundfunk. Ähnlich haben sich bereits Vertreter der Vereinten Nationen geäußert.
Beispielsweise in den USA könnten die notwendigen Entscheidungen für den angestrebten Klimapakt nicht getroffen werden, sagte Reinfeldt. Der Regierungschef, dessen Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, traf am Dienstag zusammen mit mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und anderen Vertretern der Europäischen Union mit US-Präsident Barack Obama in Washington zusammen.
Obama erklärte, es bestehe Einigkeit, dass vor der Konferenz im Dezember etwas unternommen werden müsse, um das Treffen zum Erfolg zu führen. Die USA und Europa müssten ihre Bemühungen um eine Einigung auf dem Kopenhagener Weltklimagipfels verstärken. Barroso erklärte, er sei nach der Unterredung mit Obama zuversichtlicher.
Auf dem Weltklimagipfel vom 7. bis 18. Dezember soll ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll vereinbart werden.
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