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Abdullah schließt Mitwirkung in Karsais Regierung aus

Kabul (AP) Der frühere afghanische Präsidentschaftskandidat Abdullah Abdullah hat eine Mitwirkung in der Regierung von Amtsinhaber Hamid Karsai ausgeschlossen und positioniert sich offenbar verstärkt als Oppositionsführer. Karsai sei unrechtmäßig an die Macht gekommen und werde weder gegen Korruption vorgehen können noch ein verlässlicher Partner im Kampf gegen die Taliban sein, sagte Abdullah am Mittwoch. Der Regierung warf er vor, die letzten acht Jahre verschwendet zu haben, in denen sie Gelegenheit zum Handeln gehabt und Unterstützung des Westens genossen habe. Diesen Artikel weiter lesen

Die Regierung «kann nicht mit all den Herausforderungen umgehen», darunter Bedrohung durch Terror, Sicherheitsprobleme, Armut und Arbeitslosigkeit», kritisierte der frühere Außenminister. Mit Karsai habe er vor einer Woche zuletzt persönlich gesprochen und weder für sich noch für seine Vertrauten um einen Kabinettsposten gebeten. Abdullah hat sich aus Protest gegen die seiner Meinung nach unfairen Bedingungen von der geplanten Stichwahl gegen den Amtsinhaber zurückgezogen. Die Entscheidung der Wahlkommission, die Abstimmung daraufhin abzusagen, sei illegal, und die afghanische Bevölkerung müsse darüber urteilen, erklärte er am Mittwoch.

Karsai hatte am Dienstag die Opposition zur Mitarbeit aufgerufen und für eine «Regierung der nationalen Mitwirkung» geworben, Abdullah aber mit keinem Wort erwähnt. Er betrachte den Exaußenminister nicht länger als seinen wichtigsten Herausforderer, weil der sich zurückgezogen habe, sagte sein Sprecher Humajun Hamidsada am Mittwoch.

Fünf britische Soldaten getötet

Die Regierung arbeite an einem Plan zur Bekämpfung der Korruption, und Karsai wolle «die Bemühungen verdoppeln», erklärte Hamidsada, ohne konkrete Einzelheiten zu nennen. Zudem sei es unfair, Karsai jetzt nach Erfolgen im Kampf gegen die Taliban zu beurteilen. «Wir sind mitten in einem Kampf, in einem Krieg. Wir haben ein Problem, und deswegen helfen uns mehr als 40 Staaten», sagte der Präsidentensprecher.

Bei einem Überfall in der südafghanischen Provinz Helmand wurden unterdessen fünf britische Soldaten getötet. Ihre Einheit befand sich an einer Kontrollstelle der afghanischen Polizei, wie die NATO am Mittwoch mitteilte. Der Angriff ereignete sich am Dienstagnachmittag. Nach Angaben der afghanischen Behörden war der Angreifer ein Polizist.

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