München (AP) Für die Hannoveraner Bischöfin Margot Käßmann gehören ihre Lach- und Trauerfalten zum Leben dazu. Sie verurteile den Gang zum Schönheitschirurgen nicht. «Aber Falten wegzuspritzen heißt ja, das gelebte Leben wegzuwischen», sagte die 51-Jährige, die vergangene Woche zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt wurde, in einem Interview der Illustrierten «Bunte». Diesen Artikel weiter lesen
Als bei ihr im August 2006 Brustkrebs diagnostiziert wurde, habe sie keine Angst vor dem Tod gehabt. «Krankheit ist schlicht Teil des Lebens», sagte Käßmann. Sie habe sich gesagt, wenn sie vielleicht nur noch eine begrenzte Zeit zu leben habe, wolle sie den Mut fassen, in ihrem Leben aufzuräumen. Dazu habe das Eingeständnis gehört, dass ihre Ehe gescheitert sei. «Ohne die Krebserkrankung hätte ich wahrscheinlich nicht den Mut gehabt, mich zu trennen», sagte die Mutter von vier erwachsenen Töchtern, die 26 Jahre verheiratet war.
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