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Thüringer Soldaten auf dem Weg der Besserung

Bad Salzungen (AP) Zwei Tage nach der tragischen Unfallfahrt in einer Thüringer Kaserne befinden sich die 13 Verletzten auf dem Wege der Besserung. Nachdem bereits am Montag drei von ihnen entlassen worden waren, stünden bei drei weiteren die Chancen auf ein Ende des Krankenhausaufenthalts vor dem Wochenende recht gut, sagte der Sprecher der 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig, Oberstleutnant Stefan Keip, am Mittwoch auf AP-Anfrage. Die übrigen müssten noch einige Zeit in der Klinik bleiben. Bleibende Schäden seien aber wohl in keinem Fall zu erwarten. Diesen Artikel weiter lesen

Am frühen Montagmorgen war ein 26-jähriger Stabsunteroffizier in der Werratal-Kaserne in Bad Salzungen mit seinem Auto bei Dunkelheit in eine Gruppe von Soldaten gefahren. Bei den Unfallopfern handelt es sich um Rekruten, die nahe der Waffenkammer zum Ausrücken in eine Übung außerhalb des Geländes in Dreier-Reihen aufgestellt war. Viele von ihnen hatten erst Anfang Oktober ihren Grundwehrdienst angetreten.

Die Ermittlungsbehörden suchen derweil weiter nach der Unglücksursache. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Meiningen hat bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass der Fahrer absichtlich gehandelt haben könnte. Auch Alkohol und Drogen hätten keine Rolle gespielt, sagte Behördensprecher Thomas Waßmuth der AP.

Gegen den Fahrer wird wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung in 13 Fällen ermittelt. Am Dienstag hatten Ermittler auf dem Kasernengelände das Geschehen technisch rekonstruiert. Die Gutachten der Sachverständigen dazu würden allerdings erst in den kommenden Wochen erwartet, betonte Waßmuth. Daher könne man auch noch keine abschließende Bewertung vornehmen.

Beschuldigter noch nicht vernehmungsfähig

Der Beschuldigte sei noch nicht vernehmungsfähig und werde wohl erst im Laufe der Woche zu den Geschehnissen gehört. Auch die Zeugenvernehmungen seien noch nicht abgeschlossen. Die Bundeswehr hat nach Worten von Oberstleutnant Keip eigene Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Es werde zunächst aber das Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abgewartet.

Der als Stabsunteroffizier in der Kaserne tätige Autofahrer übersah offenbar bei Dunkelheit und Regen die Gruppe Soldaten. Er war berechtigt, mit seinem Privatwagen auf das Kasernengelände zu fahren. Dort gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Ob zu hohes Tempo eine Rolle gespielt haben könnte, müssen laut Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zeigen.

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