Berlin (AP) Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, hat die Entscheidung von General Motors, Opel doch nicht zu verkaufen, als «Unverschämtheit» kritisiert. «An dem Tag, an dem Angela Merkel in Washington die deutsch-amerikanische Freundschaft beschwört, stellt der GM-Verwaltungsrat die Zukunft der Standorte und Arbeitsplätze in Deutschland grundlegend infrage», bemängelte der frühere Vizekanzler am Mittwoch in Berlin. Diesen Artikel weiter lesen
Steinmeier forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel und das Kabinett aus Union und FDP auf, die Arbeitnehmer jetzt nicht im Stich zu lassen. «Es muss jetzt schleunigst ein Standort- und Beschäftigungssicherungskonzept für Opel vorgelegt werden. Es geht jetzt nicht um warme Worte, sondern um harte Verhandlungen mit GM», meinte er.
Kritisch äußerte er sich zur Rolle der FDP, die jetzt mit Rainer Brüderle den Wirtschaftsminister stellt. GM habe den Regierungswechsel in Deutschland und die Ablehnung der Rettung der Arbeitsplätze durch die FDP genutzt, um die Entwicklung hin zu einem Verkauf zurückzudrehen, erklärte Steinmeier. «Zehntausende von Opelanern müssen jetzt wieder um ihre Zukunft bangen.»
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