Berlin (AP) Der CDU-Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs rechnet nach der Entscheidung von General Motors, Opel doch nicht zu verkaufen, mit Werkschließungen auch in Deutschland. «Opel hat Überkapazitäten auch in Deutschland, daher wird es meiner Ansicht nach zu Werkschließungen kommen. Zu einem Arbeitsplatzabbau wäre es mit Magna ehrlicherweise aber auch gekommen», sagte Fuchs dem «Handelsblatt» (Donnerstagausgabe). Diesen Artikel weiter lesen
Als Hauptursache für die Entscheidung des Mutterkonzerns sah Fuchs die Angst von General Motors vor einem Technologietransfer nach Russland. «Die Amerikaner haben furchtbare Angst vor einem Know-How-Transfer nach Russland. Das ist der zentrale Grund, warum sie nicht an das Magna-Konsortium, zu dem auch die russische Sberbank gehört, verkaufen wollen», sagte Fuchs.
Die Situation der Bundesregierung nannte Fuchs «extrem schwierig». Es sei den USA schwer vermittelbar, wenn Berlin die Hilfen, die dem Magna-Konsortium in Aussicht gestellt worden seien, GM nicht zur Verfügung stelle. «Der simple Satz, wir geben euch nicht, was wir den Russen gegeben hätten, ist schwer auszusprechen. Wir müssten den Amerikanern verweigern, was wir den Russen gegeben hätten», erklärte Fuchs. Was die Rückzahlung des Überbrückungskredits in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bis zum 30. November angeht, äußerte sich Fuchs skeptisch. «Da geht es ja nicht um kleine Summen», sagte er.
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