Nürnberg (AP) Der Prozess um zwei Einbrüche in die Fürther Grundig-Villa mit Beute im Wert von rund 300.000 Euro ist mit Teil-Freisprüchen zu Ende gegangen. Die beiden Angeklagten wurden am Dienstag vom Landgericht Nürnberg-Fürth zwar zur zweieinhalb Jahren beziehungsweise eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt, allerdings für andere, kleinere Einbrüche. Für die beiden Einbrüche in die Grundig-Villa habe es dagegen keinen objektiven Beweis gegeben, befand das Gericht. In diesem Punkt wurden die Männer freigesprochen. Diesen Artikel weiter lesen
Die beiden 57- und 47-jährigen Fürther hatten die Einbrüche in die Villa, die einer Grundig-Erbin gehört, bestritten. Andere Einbrüche mit einer Beute im Wert von einigen Tausend Euro Beute hatten sie dagegen eingeräumt. Demnach waren sie unter anderem in das Anwesen des vergangenes Jahr verstorbenen ehemaligen Postministers Werner Dollinger eingedrungen.
Das Diebesgut aus den kleineren Einbrüchen verkauften die beiden nach eigenen Angaben auf Flohmärkten. Die Beute aus den zwei Einbrüchen in die Grundig-Villa blieb dagegen verschwunden. Darunter sind Ölbilder, Heiligenfiguren, vergoldetes Besteck, eine edle Lutherbibel aus dem Jahr 1716 sowie Goldkreuze und Teppiche.
Die beiden Männer waren ins Visier der Fahnder gekommen, da der 57-Jährige einem anderen Einbrecher vom dem Einstieg in die Grundig-Villa erzählt hatte. Die Aussage dieses Zeugen reichte dem Gericht aber nicht für eine Verurteilung. Es könne schließlich sein, dass der 57-Jährige diese Tat nur erfunden habe, um anzugeben.
© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved




Flusspferde töten Krokodil