Frankfurt/Main (AP) Ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock, wie er nun erstmals in Deutschland kurz nach einer Schweinegrippe-Impfung aufgetreten ist, ist die extremste allergische Reaktion. Bekannt ist sie landläufig als Gefahr für Allergiker. Der Schock kann zum Kreislaufzusammenbruch und Ohnmacht führen. Ohne sofortige Notfallversorgung mit entsprechenden Medikamenten kann es zu einem tödlichen Atem- oder Kreislaufstillstand kommen. Diesen Artikel weiter lesen
Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) wird der Schweregrad der Reaktionen in vier Stufen eingeteilt: Die leichteren Formen sind Juckreiz, Brennen an Handinnenflächen und Fußsohlen oder im Genitalbereich, metallischem Geschmack, Angstgefühlen, Kopfschmerzen oder Desorientierung.
Die häufigsten Auslöser sind laut AWMF Arzneimittel wie Betablocker und ACE-Hemmer, Insektengifte wie Wespenstiche, Nahrungsmittel, Luftschadstoffe oder Naturlatex. Aber auch Kälte, Anstrengung und UV-Strahlung (Sonne) können als physikalische Faktoren zur extremen Reaktion des Körpers führen.
Das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut in Langen hat erst am Wochenende darauf hingewiesen, dass anaphylaktische Reaktionen nach Impfungen ausgesprochen selten seien. Man schätzt, dass pro einer Million Dosen ein bis zehn Fälle auftreten.
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