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Anthropologe Lévi-Strauss gestorben

Paris (AP) Der französische Ethnologe und Anthropologe Claude Lévi-Strauss ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Das teilte die Akademie der Wissenschaften in Paris am Dienstag mit, ohne den genauen Todestag zu nennen. Lévi-Strauss, der als Vater der modernen Anthropologie und Begründer des ethnologischen Strukturalismus gilt, wurde vor allem mit seinen Studien von Naturvölkern. Er wäre am 28. November 101 Jahre alt geworden. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy würdigte den weltweit bekannten Wissenschaftler als «unermüdlichen Humanisten». Diesen Artikel weiter lesen

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Frankreich habe einen «Visionär» verloren, erklärte Außenminister Bernard Kouchner und verwies auf Lévi-Strauss' Einsatz für einen Dialog der Kulturen. Die Akademie der Wissenschaften kündigte für Donnerstag eine Hommage an den Wissenschaftler an.

Zu den bekanntesten Werken des Anthropologen gehören unter anderem «Traurige Tropen» aus dem Jahr 1955, «Das wilde Denken» (1963) und «Das Rohe und das Gekochte» (1964). Darin setzt er sich mit den Denk- und Verhaltensmustern sowie den Mythen in traditionellen und modernen Gesellschaften auseinander. Mit diesen und weiteren Forschungen hat Lévi-Strauss die Anthropologie nach akademischer Auffassung von Grund auf verändert.

Sechs Jahrzehnte lang war er im Hochschulbereich tätig, zuletzt als Professor für Sozialanthropologie am renommierten Collège de France. Erst zu Beginn der 80er Jahre trat er in den Ruhestand.

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