Tegucigalpa (AP) Trotz internationaler Appelle will sich das Parlament von Honduras Zeit lassen mit der Abstimmung über eine Wiedereinsetzung des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya. Parlamentspräsident José Alfredo Saavedra sagte am Montag, der Kongress lasse sich nicht unter Druck setzen. Diesen Artikel weiter lesen
Zunächst werde er im Gespräch mit dem Obersten Gericht die juristische Einschätzung prüfen, sagte Saavedra. «Sobald die Führer des Kongresses die Reichweite des Abkommens und seine Dynamik verstehen, werden wir über das weitere Vorgehen entscheiden.» Der Kongressabgeordnete Carlos Lara Watson sagte, am (heutigen) Dienstag werde zunächst nur die Führung des Parlaments zusammenkommen. Einen Termin für den Beginn der Debatte und eine Abstimmung gebe es noch nicht.
Die internationale Gemeinschaft hat damit gedroht, dass sie das Ergebnis der für den 29. November angesetzten Präsidentschaftswahl nicht anerkennen will, falls Zelaya bis dahin nicht wieder eingesetzt ist, um die verbleibenden drei Monate seiner Amtszeit zu erfüllen. Am Dienstag wurde in Tegucigalpa die Ankunft einer Kommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) erwartet, die die Umsetzung des am Freitag unterzeichneten Abkommens überwachen soll. Ihr gehören US-Arbeitsministerin Hilda Solis, der ehemalige chilenische Präsident Ricardo Lagos und jeweils ein Vertreter der beiden größten Parteien in Honduras an.
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