Seoul (AP) Mit der Aufarbeitung von abgebrannten Kernbrennstäben hat Nordkorea nach eigenen Angaben sein Atomwaffenpotenzial ausgeweitet. Insgesamt sei das Plutonium aus 8.000 verbrauchten Brennstäben herausgezogen worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Dies würde dem kommunistischen Land genügend Plutonium für eine weitere Atombombe verschaffen. Internationale Experten vermuten, dass Pjöngjang bereits über das Material für mindestens ein halbes Dutzend Nuklearwaffen verfügt. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Mitteilung Nordkoreas wurde als neuer Versuch gewertet, direkte Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu erzwingen. Washington hat einen solchen Dialog nicht ausgeschlossen, besteht aber zuvor auf einer Rückkehr Nordkoreas zu den Sechs-Parteien-Gesprächen mit den USA, Russland, China, Japan und Südkorea. Die Regierung in Pjöngjang hat den USA daraufhin vorgeworfen, sich einer Unterredung zu verweigern, weil ein Angriff auf Nordkorea geplant sei.
Man sei deshalb gezwungen, Maßnahmen zur Selbstverteidigung zu ergreifen, schrieb KCNA am Dienstag. Dies sei mit der Ausweitung des Atomwaffenpotenzials erfolgreich gelungen.
Im Februar 2007 hatte Nordkorea bei den Sechs-Parteien-Gesprächen einem Verzicht auf sein Nuklearprogramm zugestimmt und im Gegenzug die Zugsage für Wirtschaftshilfe erhalten. Die Umsetzung des Abkommens geriet jedoch bald ins Stocken und wurde schließlich von Pjöngjang aufgekündigt.
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