Belgrad (AP) Jeder zweite Serbe ist einer Umfrage zufolge gegen die Festnahme des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic. Etwa 51 Prozent sprachen sich gegen die Festnahme des früheren bosnisch-serbischen Generals und die Auslieferung an das UN-Kriegsverbrechertribunal aus, wie der für die Suche nach Mladic zuständige Regierungsvertreter Rasim Ljajic am Dienstag in Belgrad erklärte. Nur etwa ein Viertel (26 Prozent) sprachen sich demnach in der von der Regierung durchgeführten Erhebung für Mladics Festnahme aus - vor einem Jahr waren es noch 50 Prozent. Diesen Artikel weiter lesen
Grund für die sinkende Unterstützung sei der anhaltende internationale Druck auf Serbien auch nach der Festnahme von Radovan Karadzic im vergangenen Jahr, sagte Ljajic. Mladic wurde 1995 vom UN-Tribunal in Den Haag wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Er wird unter anderem für das Massaker von Srebrenica verantwortlich gemacht, dem im Juli 1995 rund 8.000 muslimische Männer und Jungen zum Opfer fielen. Die serbische Regierung beteuert, seinen Aufenthaltsort nicht zu kennen.
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